Klinik für Neurologie
Umfassende Unterstützung bei neurologischen Erkrankungen
Unser Nervensystem besteht aus Milliarden von Nervenzellen, sogenannte Neuronen, die essenziell für Denken, Fühlen, Bewegung, Sprache und Wahrnehmung sind. Sie ermöglichen es uns, mit unserer Umwelt in Kontakt zu treten und unseren Körper zu steuern. Werden diese Zellen krank, hat das oft tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen.
Deshalb begleitet unser interdisziplinäres Team aus speziell geschulten Ärzten und Pflegefachkräften Patienten nicht nur fachlich kompetent, sondern auch mit viel Einfühlungsvermögen durch diese herausfordernde Zeit.
Wir behandeln vollumfänglich das gesamte Spektrum der Neurologie inklusive des akuten Schlaganfalls. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Schwindel und Demenzerkrankungen. Dafür stehen am St. Josef Hospital zehn Betten zur Verfügung.
Besonders in den Bereichen Schlaganfallmedizin, Multipler Sklerose und anderer Autoimmunerkrankungen kooperieren wir sehr eng mit der Universitätsmedizin Göttingen.
Unsere Behandlungsschwerpunkte ab 2026
Für den Behandlungserfolg eines Schlaganfalls ist es entscheidend, die Ursache so schnell wie möglich zu erkennen. Bereits bei der Aufnahme werden die hirnversorgenden Arterien mithilfe einer kontrastmittelgestützten Computertomographie sowie durch Ultraschalluntersuchungen dargestellt. Von zentraler Bedeutung für den Behandlungserfolg, ist die frühzeitige Wiedereröffnung verschlossener Hirngefäße.
Bei kleineren Gefäßverschlüssen erfolgt dies in der Regel durch eine medikamentöse Gerinnsel auflösende Behandlung, die sogenannte Lysetherapie. Bei größeren Gefäßverschlüssen reicht diese Therapie jedoch häufig nicht aus. In solchen Fällen wird das verschlossene Gefäß mithilfe eines Katheters mechanisch wiedereröffnet – dieses Verfahren wird als Thrombektomie bezeichnet. Sowohl bei der Lysetherapie als auch bei der Thrombektomie spielt die Zeit eine entscheidende Rolle: Je schneller die Behandlung nach dem Schlaganfall einsetzt, desto größer sind die Chancen auf ein selbstständiges Leben danach.
Auf der Stroke Unit werden die Patienten in der Regel 24-72 Stunden überwacht. Dabei erfolgt eine kontinuierliche Ableitung bzw. Messung von EKG, Blutdruck, Sauerstoffgehalt im Blut, Atmung, Temperatur und Blutzucker. Die Überwachung dient der raschen Erkennung von Komplikationen, damit prompt entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet werden können.
Schwindel, das Gefühl, dass sich die Umgebung dreht, kippt, oder schwankt, tritt in verschiedenen Formen auf und hat viele mögliche Ursachen. Besonders häufig sind ältere Menschen davon betroffen.
Für eine präzise diagnostsiche Einordnung sind die genaue Beschreibung der Symptome und den Patienten sowie die klinisch-neurologische Unterschung von zentraler Bedeutung. In den meisten Fällen lässt sich damit meist schon eine verlässliche Diagnose stellen. Ergänzend kommen moderne bildgebende Verfahren zum Einsatz, wie Ultraschalluntersuchungen der hirnversorgenden Arterien oder Kernspintomographie mit Gefäßdarstellung, um die Ursache des Schwindels genauer abzuklären.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und kann medikamentös, psychotherapeutisch oder durch Physiotherapie erfolgen, um die Beschwerden effektiv zu lindern.
Oft beginnt eine Demenzerkrankung mit scheinbar kleinen Veränderungen zum Beispiel, wenn die Namen vertrauter Menschen entfallen. Für die Betroffenen ebenso wie für ihre Angehöhrigen bedeutet eine Demenzdiagnose einen tiefgreifenden Einschnitt in das Leben.
Deshalb legen wir großen Wert auf eine ganzheitliche Diagnostik und Behandlung, die die individuelle Vorgeschichte unserer Patienten berücksichtigt. Ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die einfühlsame Beratung und Begleitung der Angehörigen, die in dieser Situation besonders gefordert sind. Die Diagnosestellung erfolgt auf Grundlage des klinischen Befundes, der Angaben der Angehörigen sowie ergänzender bildgebender Untersuchungsverfahren und moderner Labordiagnostik. Dabei berücksichtigen wir sorgfältig die unterschiedlichen Formen der Demenz. Für die notwendigen Gespräche nehmen wir uns bewusst viel Zeit, um Betroffene und Familien verständlich zu informieren, zu beraten und zu entlasten.
Bei der Abklärung von Nerven- und Muskelerkrankungen spielen die Elektroneurografie (ENG) und die Elektromyografie (EMG) eine zentrale Rolle. In unserer Neurologischen Klinik stehen hierfür modernste Untersuchungsgeräte zur Verfügung, die von erfahrenen Fachärzten mit hoher Expertise eingesetzt werden.
Auf Grundlage einer ausführlichen Anamnese, des klinisch-neurologischen Untersuchungsbefundes sowie der apparativen Diagnostik lassen sich entzündliche Nervenerkrankungen in den meisten Fällen zuverlässig diagnostizieren. Die Behandlung erfolgt anschließend individuell angepasst und umfasst je nach Erkrankung die Gabe von Immunglobulinen, Blutreinigungsverfahren (Plasmapherese) oder anderer medikamentöser Therapien.
Durch Bakterien, Viren oder andere Krankheitserreger kann eine ernsthafte, potentiell lebensgefährliche Hirnhautentzündung (Meningitis) verursacht werden. Typische Beschwerden sind unter anderem starke Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteife, Lichtempfindlichkeit sowie eine Bewusstseinsveränderungen. Da sich der Krankheitsverlauf innerhalb kurzer Zeit dramatisch verschlechtern kann, ist eine schnelle Diagnosestellung und sofortige Behandlung entscheidend.
Die Diagnostik erfolgt auf Basis der klinisch-neurologischen Untersuchung, Laboruntersuchungen sowie moderner bildgebender Verfahren. Ein zentraler Bestandteil ist zudem die Untersuchung des Nervenwassers (Liquorpunktion), mit der sich Art und Ursache der Entzündung zuverlässig bestimmen lassen. Die Therapie richtet sich nach dem jeweiligen Erreger und erfolgt in der Regel medikamentös, beispielsweise durch die Gabe von Antibiotika oder entzündungshemmender Medikamente. Unsere Patienten werden dabei engmaschig überwacht, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark, die vor allem jüngere Menschen unter 30 Jahren betrifft. In den ersten Jahren verläuft die Erkrankung meist schubweise. Im weiteren Krankheitsverlauf kann es zu bleibenden neurologischen Einschränkungen kommen. Eine frühzeitige Diagnosestellung ist von entscheidender Bedeutung, da ein früher Therapiebeginn die Langzeitprognose deutlich verbessern kann. Nach der Diagnosestellung erfolgt in der Regel zunächst die Behandlung des akuten Schubs.
Die Diagnose einer MS stellt für die Betroffenen häufig einen tiefgreifenden Einschnitt in ihr Leben dar. Umso wichtiger ist uns eine ausführliche, verständliche und einfühlsame Aufklärung über die Erkrankung sowie eine realistische Beratung zu den medikamentösen Möglichkeiten der Schubprophylaxe. Die Weiterbehandlung erfolgt meist ambulant bei einem niedergelassenen Neurologen oder in einer spezialisierten MS-Ambulanz, zum Beispiel an der Universitätsmedizin Göttingen, mit der die Neurologie in Höxter und Bad Driburg eng zusammenarbeitet.
Epilepsien und erstmalige epileptische Anfälle gehören selbstverständlich zum Behandlungsspektrum unserer Neurologischen Klinik. Für die diagnostische Einordnung ist die möglichst genaue Beschreibung des Anfallsablaufs von entscheidender Bedeutung. Ergänzend kommen moderne Untersuchungsverfahren wie das EEG (Elektroenzephalogramm) und die Kernspintomographie des Gehirns zum Einsatz. Ziel ist es, die Ursache der Anfälle abzuklären und eine individuell abgestimmte medikamentöse Therapie einzuleiten.
Auch hier spielt der besonders achtsame Umgang mit den meist noch berufstätigen Patienten eine wichtige Rolle, da der erstmalige epileptische Anfall oder die Epilepsiediagnose für sie häufig einen großen Einschnitt mit gravierenden Folgen in ihrem Leben bedeutet.
Ihr Chefarzt
Dr. med. Djordje Stojkovic
Dr. med. Djordje Stojkovic ist Facharzt für Neurologie mit der Zusatzbezeichnung Intensivmedizin. Zuletzt war er im Klinikum Friedrichshafen als Leitender Oberarzt für die neurologische Notaufnahme und die interdisziplinäre Intensivstation tätig. Sein klinischer Fokus liegt auf der Akutneurologie, Intensivmedizin und der Notfallmedizin, insbesondere von Patienten mit Schlaganfall.
Qualifikationen
- Facharzt für Neurologie
- Intensivmedizin
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Standort: St. Josef Hospital Bad Driburg
in Voll- und Teilzeit (m|w|d)
- Examinierte Pflegefachkräfte
- Ärztlicher Dienst
- Physiotherapeuten
- Ergotherapeuten
- Logopäden
Wir sind ein „Great Place to Work“
Die Zertifizierung basiert auf einer umfassenden Befragung der etwa 3000 Mitarbeiter im September 2024. Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer geben an, dass die KHWE ein sehr guter Arbeitsplatz ist. Die KHWE ist von Great Place to Work in fast allen Bereichen als „exzellent“ und im Vergleich mit anderen Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen bundesweit als „weit über dem Durchschnitt“ bewertet worden.